Gottesdienst mit dem Bezirksapostel

Am Sonntag, den 20. Januar, konnten die Gemeinden Zeitz und Altenburg einen Gottesdienst mit dem Bezirksapostel erleben. In seiner Begleitung waren Apostel Wosnitzka, Bezirksältester Standke und Bezirksevangelist Wilhelmi.

Der Bezirksapostel und seine Begleitung wurden im Vorsaal der Kirche mit dem Lied „Herr, wir breiten voll Verlangen“ herzlich begrüßt. Zu Beginn sang die Gemeinde in freudiger Erwartung das Eingangslied „Wer da will, der komme“(GB132).

Dem Gottesdienst legte Bezirksapostel Klingler das Bibelwort Lukas 14, 16.17 zugrunde:

„Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendmahl und lud viele dazu ein. Und er sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist alles bereit!“

Nach dem Verlesen des Bibelwortes sangen die Kinder „Aus Gottes guten Händen“. Darauf eingehend fragte der Bezirksapostel, ob wir die Hand Gottes schon einmal gesehen hätten. Es habe bisher kein Mensch die Hand Gottes gesehen, denn sie bedarf eines Helfers. Wie eine Mutter sich etwas in die Hände legt und dem Kind Essen, Kleidung, Trinken reicht, so gibt auch Gott durch die Hände der Gesandten – wie im Lied besungen – Liebe, Mut, Gnade, Barmherzigkeit, Hilfe, Vertrauen.

Eingehend auf das Bibelwort „Kommt, denn ist alles bereit“ beschrieb er die damaligen Sitten. Ehe ein Fest begonnen bzw. geplant wurde, wurden Boten ausgesandt, die die Einladung ihrer Herren aussprachen. Der Angesprochene entschied sich dann zu einem Ja oder Nein. Danach konnte der Einladende das Fest planen und vorbereiten. Nachdem alles zubereitet war, schickte er abermals Boten aus. Jetzt sagte der Bote: „Kommt, denn es ist alles bereit!“ Eine große Beleidigung war es, jetzt abzusagen.

Gott lädt auch gegenwärtig durch seine Gesandten immer wieder zum Gottesdienst ein und bereitet im Voraus sein Wort, seinen Segen, seine Gnade, Vergebung und die Gemeinschaft im Heiligen Abendmahl. Gott braucht unsere Zusage und das Vertrauen in sein Wirken. Die Zusage zu der Einladung „Komm“ sollte immer eingehalten werden, unser „Ja“ zum Herrn soll ein „Ja“ bleiben.

Jesus sagte in der Bergpredigt: „Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein.“ Ein doppeltes „Ja“ zum Herrn unterstreicht die Beharrlichkeit des Glaubenden, ein doppelte „Nein“ zum Teufel unterstreicht die Beharrlichkeit, der Sünde in den Versuchungen zu widerstehen. Im Konfirmationsgelübde haben wir „Ja“ gesagt und tun das immer wieder, wenn wir uns in den Dienst Gottes stellen, ihm glauben sowie ihm gehorsam und treu sind.

Die Kraft zum aktiven Handeln bekommen wir, wenn wir immer die Nähe des Herrn suchen. Als eine am Blutfluss erkrankte Frau im Glauben Jesus berührte, ging von diesem eine heilende Kraft aus.

In seinem Mitdienen erläuterte Apostel Wosnitzka das Bild der Wohlfühlgemeinde. Wenn wir bereit sein wollen auf das Kommen des Herrn, können wir uns in der Gemeinde nicht zurücklehnen, abwarten, nur noch konsumieren. Stellen wir uns immer die Frage: Was kann ich tun, dass der Nächste sich in der Gemeinde wohlfühlt?

Am Schluss des Gottesdienstes wurde Diakon Tobias Schmidt zum Priester für die Gemeinde Zeitz ordiniert.

Text: N.N. / Fotos: L.D.